
230 8 Programmieren: Zyklen
8.3 Zyklen zum Bohren, Gewindebohren und Gewindefräsen
GEWINDEBOHREN ohne Ausgleichsfutter GS
(Zyklus 17)
Die TNC schneidet das Gewinde entweder in einem oder in mehreren
Arbeitsgängen ohne Längenausgleichsfutter.
Vorteile gegenüber dem Zyklus Gewindebohren mit Ausgleichsfutter:
n Höhere Bearbeitungsgeschwindigkeit
n Gleiches Gewinde wiederholbar, da sich die Spindel beim Zyklus-
Aufruf auf die 0°-Position ausrichtet (abhängig von Maschinen-Para-
meter 7160)
n Größerer Verfahrbereich der Spindelachse, da das Ausgleichsfutter
entfällt
U
UU
U Sicherheits-Abstand 1 (inkremental): Abstand Werk-
zeugspitze (Startposition) – Werkstück-Oberfläche
U
UU
U Bohrtiefe 2 (inkremental): Abstand Werkstück-Ober-
fläche (Gewindebeginn) – Gewindeende
U
UU
U Gewindesteigung 3:
Steigung des Gewindes. Das Vorzeichen legt Rechts-
oder Linksgewinde fest:
+= Rechtsgewinde
–= Linksgewinde
Beispiel: NC-Sätze
18 CYCL DEF 17.0 GEW.-BOHREN GS
19 CYCL DEF 17.1 ABST 2
20 CYCL DEF 17.2 TIEFE -20
21 CYCL DEF 17.3 STEIG +1
X
Z
1
1
1
1
1
2
1
3
Maschine und TNC müssen vom Maschinenhersteller vor-
bereitet sein.
Beachten Sie vor dem Programmieren
Positionier-Satz auf den Startpunkt (Bohrungsmitte) in der
Bearbeitungsebene mit Radiuskorrektur R0 programmie-
ren
Positionier-Satz auf den Startpunkt in der Spindelachse
(Sicherheits-Abstand über Werkstück-Oberfläche) pro-
grammieren
Das Vorzeichen des Parameters Bohrtiefe legt die Arbeits-
richtung fest.
Die TNC berechnet den Vorschub in Abhängigkeit von der
Drehzahl. Wenn Sie während des Gewindebohrens den
Drehknopf für den Drehzahl-Override betätigen, passt die
TNC den Vorschub automatisch an
Der Drehknopf für den Vorschub-Override ist nicht aktiv.
Am Zyklusende steht die Spindel. Vor der nächsten Bear-
beitung Spindel mit M3 (bzw. M4) wieder einschalten.
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